Nun ist mein letzter Abend in Afrika angebrochen. Hinter mir liegen 124 wundervolle Tage. Ich hatte die Möglichkeit 10 Länder zu bereisen und dabei viele liebe neue oder auch alte Freunde zu treffen.
Meine Reise, oder vielleicht besser gesagt mein Abenteuer, startete in Südafrika mit Dani. Dafür das ich Dani vor dem Abflug eigentlich „nur kannte“ würde ich sie jetzt als eine sehr gute neue Freundin bezeichnen. Neben Südafrika waren wir noch in Swasiland und Lesotho. Nachdem wir 2 Wochen gemeinsam die „Schulbank“ drückten, sagten wir Ende Januar auf Wiedersehen. Ich setzte meine Reise zusammen mit einer G Adventures Gruppe fort. Über Namibia und Botswana erreichten wir Simbabwe. Was für ein toller Trip. Ein Tagesausflug am Ende nach Sambia war auch noch mit drin. Von Simbabwe ging die Reise weiter nach Uganda. Dort wurden die nächsten Schritte für unser Ingenieure ohne Grenzen Projekt in die Wege geleitet. Neben der Arbeit für IoG hatte ich dort die Möglichkeit Gorillas in der Wildnis zu beobachten. Ein Wahnsinnserlebnis. Auf Uganda folgte dann meine Nummer 1. Der Kilimandscharo. Es ging nämlich direkt 2 Tage nach Ankunft in Tansania auf den höchsten Berg Afrikas. Das schönste und anstrengendste, was ich in meiner Zeit hier getan hatte. Auf die Anstrengung folgte dann spontane Erholung auf Sansibar. Besonders gut tat mir ein Treffen mit Daniela und Roy, Freunde aus der Heimat. Irgendwie war nach dem Kili alles anders. Ich hatte zu dem Zeitpunkt das Gefühl, doch schon etwas länger unterwegs zu sein. Nachdem ich von Sansibar zurück war folgte meine Zeit im Cradle of Love Baby Home. Ebenfalls unvergesslich, vor allem die Unterstützung, die ich von euch erhalten hatte. Das Team vom Cradle ist immer noch sehr dankbar. Von Land Nummer 9 ging es dann zur eigentlichen Endstation Kenia. In Kenia lief zum ersten Mal nicht alles nach Plan. Vermutlich weil ich mich ganz besonders auf diese Zeit gefreut hatte. Aber am Ende war auch da alles gut.
Unfassbar, wie viel ich in dieser Zeit erlebt habe. Dies ist mir vor allem in den letzten Wochen, in denen ich etwas zur Ruhe gekommen war und wusste, dass ein Ende immer näher kommt, klar geworden. Ich bin unbeschreiblich dankbar und vor allem stolz, dass ich diesen Schritt gewagt hatte. Gerade kurz vor der Abreise kamen immer wieder Zweifel, warum ich das nur mache. Nun weiß ich es:
„Nichts ist vergleichbar mit dem guten Gefühl, an einen vertrauten Ort zurückzukehren und zu merken, wie man sich verändert hat“. – Nelson Mandela.
In diesem Sinne: Ich freue mich sehr auf zu Hause, bin aber auch unwahrscheinlich traurig dieses wundervolle Land bzw. diesen Kontinent nun wieder verlassen zu müssen.
Morgen Abend trete ich aus Sansibar meine Heimreise an. Von Sansibar geht es nach Daressalam, dann zum Kilimandscharo, weiter nach Istanbul bis ich dann endlich am 06.05.17 um 19 Uhr wieder in Hannover gelandet sein werde.
Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. 🙂
Bis bald hier oder irgendwo auf der Welt.
Eure Katherina
Nun bin ich schon nicht mehr in Kenia, sondern mal wieder in Tansania. Eigentlich wollte ich morgen ab Nairobi zurückfliegen, jedoch hatte ich mich spontan dazu entschieden wieder nach Tansania zu fahren und meinen Flug zu verschieben. Ich komme also erst am 6. Mai wieder in Deutschland an. 🙂
Letzten Mittwoch hatte ich nochmals zwei Patrouillen mit den Rangern. Eine morgens und eine am Nachmittag. Allerdings gab es immer mal wieder Probleme mit den Autos. Also ging es morgens erst mit dem kleinen Wagen in den Busch und unterwegs am Lions Rock wurden dann die Autos wieder getauscht, nachdem das große Auto mal rasch repariert wurde. Vor dem Tausch hatte ich noch die Chance einen kleinen Leoparden zu sehen. Bei unserer Fahrt Querfeldein störten wir ihm beim Verspeisen eines Impalas. Das kleine Auto ist auch wirklich eine Höllenmaschine. Da würde ich auch weglaufen. Nachdem der Autotausch vollbracht war sammelten wir noch ein wenig Feuerholz für die Ranger und machten und dann verfrüht auf den Weg zurück ins Camp, weil ein Meeting anstand.
Eine kleine Übersicht der gesehenen Tiere. 🙂
Eland. Die Tiere davor dürften ja bekannt sein. 😉Kuhantilope (hartebeest).Büffel.Warum zählen die eigentlich zu den hässlichsten Tieren? Gucken doch ganz niedlich. 😉
Wie das aber so ist in Afrika fand das Meeting nicht statt und wurde auf 18 Uhr am Abend verschoben. Hakuna Matata. Bedeutete für mich, dass ich weniger am Nachmittag warten musste, da wir aus diesem Grund unsere Patrouille bereits um 14 Uhr starteten und dann sogar eine Stunde länger im Feld waren. 🙂 Hätte ich gewusst, dass es eine letzte richtige Patrouille sein würde, hätte ich sie noch mehr genossen. 😉 Hintergrund war: Das Meeting fand natürlich auch nicht am Abend statt, sondern wurde auf den Donnerstag morgen verschoben… Man frage nicht warum. Die Frage nach dem warum etwas so und so passiert, kann man sich hier eh verkneifen. Man bekommt von allen Seiten unterschiedliche Antworten und am Ende stimmt keine der Aussagen. 😉 Wir kamen nach der Patrouille also wieder zurück ins Camp und ich ließ auch diesen Abend, wie die anderen ausklingen. (Übrigens, der Ami war wieder abgereist. Hatte sich also richtig gelohnt seine Reise…)
Donnerstag sollte dann also das Meeting am Morgen sein. Ich sollte im Camp warten, bis es vorbei war. Das hätte man mir ja auch schon mal am Abend zuvor sagen können, denn dann hätte ich auch ausschlafen können. Aber Kommunikation ist ja auch so eine Sache…
Das Warten zog sich noch eine Weile hin. Irgendwann kam Michael bei mir an und fragte mich, ob ich zu Fuß eine Patrouille machen wollte. Er sah mein nicht ganz so glückliches Gesicht und sagte, dass er das Auto tanken würde und dann könnte ich losfahren. Okay. Da ich auch mal wieder in die Lions Bluff Lodge wollte, da mal wieder ein Flug von mir verschoben worden ist, schlug Yasin vor, dass ich mit jemand anderem hochfahren kann, bevor ich noch länger auf Michael warten würde. Gesagt, getan. Ein Mechaniker, der mit dem Auto der Lions Bluff bei uns gehalten hatte, nahm mich mit. Dank Philippa und Psteen konnte mein Flug verschoben werden. Aus Kenia ist ein Anruf nach Tansania leider zu teuer und das WLAN im Hotel funktionierte leider so gar nicht… Aber alles hatte am Ende geklappt. 🙂 Der Typ und ich warteten dann auf den LKW, der uns wieder mit ins Camp nehmen wollte. Als ich den LKW sah und ich kannte ja den Weg zurück ins Camp war mir die ganze Sache nicht geheuer. 😀
Steil und einfach nur holprig.
Nachdem wir vom Hügel unten waren fing der Fahrer auch noch an zu rasen. Ich hatte ein wenig Angst. Als wir am Gate ankamen, stieg ich schnellstmöglich aus und ging zu Fuß ins Camp zurück. Dort wollte er mich eigentlich hinfahren, aber ich lehnte dankend ab. Da sich der ganze Aufenthalt mal wieder in die Länge gezogen hatte, war Yasin schon mit dem Mittagessen fertig und ich konnte direkt essen. Ich hatte mich schon von dem Gedanken verabschiedet an meinem letzten Tag noch eine Patrouille mitzubekommen. Ich fing an zu packen, als Yasin plötzlich zu mir kam und mir sagte, dass sie auf mich am Office warten würden. Es war auch schon 15 Uhr durch und eigentlich ging es immer vor 15 Uhr wieder los. Aber dieses Mal kam kein Elvis, der mir Bescheid sagte. Ich machte mich langsam bereit und dachte mir, dass die jetzt auch mal auf mich warten konnten, da ich den ganzen Tag ja schon mit Warten verbrachte. Am Office angekommen waren sie natürlich nicht zur Abfahrt bereit. Kein Kommentar. Leider stieg zu allem Unglück auch noch Michael hinters Steuer. Er ist kein Ranger und ich hatte keine Ahnung was er da wollte. Zudem war er leider ein wenig betrunken… Nach ca. 10 Minuten fragte er mich, was ich denn noch gerne sehen wollte, da eigentlich nichts zu tun ist und wir sonst jetzt zurückfahren würden. Ich konnte es nicht fassen, wusste nicht was ich sagen sollte und war einfach nur geschockt. Vor allem von seiner Fahne war ich nicht begeistert. Er merkte mir meine Unzufriedenheit an und wir setzten die Fahrt fort. Am Lions Rock wollte er dann ein Foto mit mir machen. Dieses Foto kann nicht schön geworden sein. Denn meine Unzufriedenheit sollte man auch auf dem Foto merken. 😉
Arcad, ich und Ernest. (Falls ich mir die Namen jetzt richtig gemerkt habe…)Das ist die Sanctuary. Jedenfalls eine kleine Seite davon.
Nachdem wir einen weiteren Stopp für Fotos machten, fragte ich, ob ich auf der Ladefläche zurückfahren kann. Damit musste ich dann nicht mehr neben diesem Typen sitzen und konnte die Sanctuary nochmals in Ruhe genießen. Angekommen im Camp regte ich mich bei Yasin über diesen Typen auf und er erzählte mir die ganze Problematik mit dem Manager und Michael. Schade, dass so etwas mich daran gehindert hat 3 Wochen dort zu verbringen. Das wäre eine wirklich schöne Zeit gewesen. Schöner, als 2 Wochen Langeweile in Sagala. Yasin wollte noch unbedingt Fotos mit mir machen und ich wollte gerne ein Gruppenfoto mit den Rangern haben. Einige Bilder hatten wir noch gemacht, jedoch wurde das Gruppenfoto auf Freitagmorgen verschoben.
Für die Fotos wurde auch extra die Arbeitsklamotte rausgeholt. 🙂Lumo war genau das richtige für mich.
Ich stand den Freitag so auf wie immer. Michael hatte mir mein Busticket besorgt, doch leider konnte man nicht so genau sagen, wann der Bus abfuhr. Er kam aus Mombasa und alles Weitere hing vom Verkehr ab. Es hieß aber immer 11 Uhr.
Meine Lieblingsranger.Zusammen mit dem Lieblingskoch.
Nachdem das Gruppenfoto um 9 Uhr statt um 8 Uhr dann doch noch geklappt hatte, verabschiedete ich mich von Micheal in der Hoffnung, dass Dennis mich zum Bus bringen würde. Als ich „Bye Bye“ sagte lachte Michael und meinte ich müsste mich noch nicht verabschieden, er würde mich schließlich fahren… Na ja, nachdem ich wieder warten musste, kam Dennis vorgefahren, einige Ranger machten es sich auf der Ladefläche bequem und wir fuhren los. Kein Michael. Welch ein Glück. In der nächstgelegenen Stadt angekommen hieß es dann wieder auf den Bus warten. Erst hieß es er käme in 1,5 Stunden, war dann aber nach 30 Minuten da. Den Schock den ich hatte, als ich den Bus sah, konnte ich gar nicht so schnell aussprechen, wie ich dann auch schon im Bus saß. Ich musste mich sehr schnell von Dennis verabschieden und hatte keine Zeit mehr auf Yasin zu warten. Die Busfahrt war nicht schön. Es war heiß, ich schwitzte und hatte Angst, dass ich nicht angekommen würde. An der Grenze waren wir nach 2 Stunden. Nach weiteren 2 Stunden hatte ich das Prozedere an der Grenze hinter mir und konnte glücklicherweise ohne weitere Probleme wieder nach Tansania einreisen. Endlich hatte das Work Permit mal was Gutes. Als ich mit meinem Gepäck, ja, auch hier musste ich das komplette Gepäck wieder durch die Kontrolle schleppen, am Bus ankam, war ich völlig fertig. Ich war froh, dass ich in Arusha jemanden hatte, der mich vom Bus abholen konnte. 🙂
Die 6 Stunden im Bus und an der Grenze waren doch etwas schlauchend.
Emanuel, der Fahrer, der mich abholte, und ich fuhren dann ins Mwanga. Dort gab es eine Art Kinderfest wo ich dann endlich Sarah wieder traf. 🙂 Wir verbrachten noch ein wenig Zeit im Mwanga, fuhren dann ins Hotel, welches ein wenig versteckt war und unter den Einheimischen einen ganz anderen Namen hat als bei booking.com, holten noch Sarahs Sachen ab, erledigten noch einige andere Sachen bis wir uns schließlich im Hotel für den Abend fertig machen konnten. Was für ein Tag. Der dann aber auch noch nicht zu Ende war. Irgendwann wurden wir dann noch von einem Bekannten von Sarah abgeholt, fuhren in einen lokalen Club und hatten noch ne Menge Spaß. Als wir ins Auto stiegen, sagte ich zu Sarah, dass wenigstens der Fahrer noch nüchtern sei und sie mich dann mal wieder auf die Tatsache des Linksverkehrs aufmerksam machte… 😉
Im Club traf Sarah dann noch mehr Leute, die sie kannte, welches die ganze Sache noch viel lustiger machte. Wir hatten dann eine Schar Männer um uns herum, die uns vor den aufdringlichen anderen Besuchern oder auch unserem eigentlichen Fahrer beschützen konnte. 😉 Der Spaß war dann um 4:30 Uhr zu Ende. Immerhin hatten wir dann noch 2 Stunden Schlaf, da der nächste Tag wieder recht früh für uns begann.
Samstagmorgen hatten wir einen Termin mit Theo. Theo ist ein Physiotherapeut, der dem kleinen Godson helfen soll. Godson hatte sich vor knapp 4 Wochen den Oberschenkel gebrochen und lag leider völlig umsonst danach 2,5 Wochen in einem Krankenhaus, indem man davon ausging, dass der Knochen schon wieder von alleine zusammenwächst. Da nach der Zeit der Bruch immer noch nicht gut aussah, brachte Sarah den Kleinen in ein anderes Krankhaus, wo er dann operiert worden ist. Die Spenden, die für das Mwanga waren, wurden also auch für die Operation eingesetzt. Wir hoffen jetzt, dass der Physiotherapeut schlimmeres verhindern kann und der Kleine dann wieder vernünftig laufen kann. Also nachdem wir dann endlich beim Physio durch waren, bei STEP Africa waren um uns zu verabschieden, ging es endlich wieder ins Hotel. Von dort direkt weiter, denn langsam mussten wir auch mal was zum Frühstück bekommen. 😉 Es war schließlich schon 12 Uhr. In einem kleinen netten Café trafen wir noch eine andere Freiwillige und gönnten uns die teuersten Chips Majaj die wir je hatten. 😉 Chips Majaj sind Pommes oder auch Kartoffelecken mit Ei. Eigentlich ziemlich lecker. Also mit teuer mein ich 3€. 😉 Beim Restaurant an der Ecke der Banana hat man halt nur 1€ bezahlt.
Nachdem wir fertig waren sind wir noch schnell zum Massai Market, weil wir ja noch so fit waren, damit Sarah sich noch was zum Anziehen kaufen konnte. Sie hatte bereits all ihre Klamotten verschenkt. 😉 Kleid gekauft, „schnell“ (wir waren nicht gut zu Fuß den Tag) zurück ins Hotel, Sonne genießen und ab ins Bett. Am Abend war dann noch die private Abschiedsparty bei Saidi angesagt und später ging es wieder in die Skylounge, von wo ich mich um 1 Uhr verabschiedete… ich brauchte doch ein wenig Schlaf. Sarah wollte aber noch bleiben. Da ich immer wieder mit ihrer Rückkehr rechnete, war es eine eher unruhige Nacht, die um 5 Uhr zu Ende war, da wir um 6:15 Uhr abgeholt wurden. Für Sarah ging es an dem Sonntag nach Hause. Für mich ging es nach dem Flughafen zu Philippa. Philippa ist eine der Freiwilligen aus dem Cradle, die ich auch schon öfters mal erwähnt hatte, glaub ich. 😉
Sie wohnt bei Psteen, den freiwilligen Manager vom Cradle. Dort durfte auch ich für 2 Nächte bleiben.
Nachdem wir ein leckeres Frühstück bekommen hatten fuhren wir mit Psteen ins Cradle. Was ich nicht wusste, dort gab es WLAN. Während Philippa mit ihren Eltern skypte spielte ich mit den Kindern. Eventuell hatten sie mich verwechselt, aber es war trotzdem schön, als die Kinder freudestrahlend auf mich zu gerannt kamen. 🙂 Als der Regen dann wieder aufhörte und die Kids ins Bett mussten, machten wir uns auf den Weg nach Arusha. Wir hatten uns vorgenommen am Sonntag etwas sehr Leckeres zu essen. Also gingen wir ins Fifis. Wir gönnten uns eine Vorspeise, eine Hauptmahlzeit und einen Milchshake zum Abschluß. Endlich hatte ich meinen Milchshake. Aber leider war dieser nicht so gut wie sonst. Hatte aber trotzdem geschmeckt. Wir spazierten noch schnell zum Massai Market, Philippa kaufte sich Schuhe und schon ging es wieder zurück zu Fuß zum Philipps. In USA angekommen kauften wir noch schnell Kleinigkeiten im Supermarkt und machten uns schnurstracks auf den Weg nach Hause. Der Tag war lang genug. 😉
Montag war ja wie allen bekannt internationaler Tag der Arbeit. Wir wurden morgens von Psteen abgeholt, da es mal wieder sehr doll geregnet hatte und immer wieder anfing, war die Straße über die wir zum Dala mussten, viel zu schlammig.
Die liebe Rachel. Ein sehr süßes und stets fröhliches Kind. Eine Brille würde ihr vermutlich ein noch größeres Strahlen ins Gesicht zaubern…
Im Cradle angekommen stellte sich nach kurzer Zeit raus, warum die Kids alle so schlecht drauf waren. Sie hatten alle etwas erhöhte Temperatur oder sogar Fieber. Wir spielten ne Runde, aber ich war froh, dass wir uns entschieden hatten, nach dem Mittagessen nach Hause zu gehen. Auf der Rückfahrt wurden wir dann auch beim Aussteigen vom Regen erwischt. Glücklicher Weise konnten wir uns unterstellen. Die Regenpause danach nutzten wir für einen schnellen Bier-Einkauf und den Weg nach Hause. Kurz nachdem wir zur Tür rein sind, fing es dann auch endlich wieder an zu regnen. Kam mir aber ganz gelegen. Ich war kaputt und wollte schlafen. Dies taten wir dann auch am Nachmittag. 🙂 Dann irgendwann fing ich an meine Sachen zu packen, es gab Abendessen und während wir uns „Planet Earth“ anschauten, gönnten wir uns gemütlich ein Bierchen. 🙂 Damit war die Zeit in Arusha auch schon wieder vorbei.
Dienstagmorgen sind wir dann gegen 9:30 Uhr erst zur Post gefahren und dann zum Flughafen. Kurz vorm Ziel wurden wir aufgehalten. Es hieß der Präsident würde kommen. Daher mussten alle Autos anhalten. Psteen fuhr aber trotzdem an allen auf einer Spur neben der Fahrbahn vorbei und Schwupps setzten sich auch alle Autos wieder in Bewegung. Durch die Verzögerungen bei der Post und dem Verkehr kam ich genau rechtzeitig zum Check-in am Flughafen an. In Daressalam hatte dann auch alles problemlos mit dem Abholen geklappt. Ich kaufte mir mein Ticket für die Fähre am nächsten Tag und wurde zum Hotel gefahren, welches auf der anderen Seite von Daressalam liegt. Man muss eine andere Fähre benutzten, welche nur die beiden Seiten verbindet. Gruselig, so ne richtige Einweisung, wer wo stehen kann und darf gibt es da irgendwie nicht. Die Fähren sind vermutlich auch immer völlig überfüllt, so wie die Menschen noch auf die vor uns abfahrende Fähre gerannt sind.
Leider ist das Wetter in Daressalam genauso blöd wie in Arusha. Allerdings aber um einiges wärmer. Nach überstandener Flussüberquerung waren wir im Nu am Hotel. Hier lasse ich nun bei gemütlichem Regen den Abend ausklingen. 😉
Morgen geht’s nach Sansibar. Vermutlich werde ich dann nochmal meinen letzten emotionalsten Blogeintrag verfassen. 😉