04.05.2017: Abschied. Kurz und knapp.

Nun ist mein letzter Abend in Afrika angebrochen. Hinter mir liegen 124 wundervolle Tage. Ich hatte die Möglichkeit 10 Länder zu bereisen und dabei viele liebe neue oder auch alte Freunde zu treffen.

Meine Reise, oder vielleicht besser gesagt mein Abenteuer, startete in Südafrika mit Dani. Dafür das ich Dani vor dem Abflug eigentlich „nur kannte“ würde ich sie jetzt als eine sehr gute neue Freundin bezeichnen. Neben Südafrika waren wir noch in Swasiland und Lesotho. Nachdem wir 2 Wochen gemeinsam die „Schulbank“ drückten, sagten wir Ende Januar auf Wiedersehen. Ich setzte meine Reise zusammen mit einer G Adventures Gruppe fort. Über Namibia und Botswana erreichten wir Simbabwe. Was für ein toller Trip. Ein Tagesausflug am Ende nach Sambia war auch noch mit drin. Von Simbabwe ging die Reise weiter nach Uganda. Dort wurden die nächsten Schritte für unser Ingenieure ohne Grenzen Projekt in die Wege geleitet. Neben der Arbeit für IoG hatte ich dort die Möglichkeit Gorillas in der Wildnis zu beobachten. Ein Wahnsinnserlebnis. Auf Uganda folgte dann meine Nummer 1. Der Kilimandscharo. Es ging nämlich direkt 2 Tage nach Ankunft in Tansania auf den höchsten Berg Afrikas. Das schönste und anstrengendste, was ich in meiner Zeit hier getan hatte. Auf die Anstrengung folgte dann spontane Erholung auf Sansibar. Besonders gut tat mir ein Treffen mit Daniela und Roy, Freunde aus der Heimat. Irgendwie war nach dem Kili alles anders. Ich hatte zu dem Zeitpunkt das Gefühl, doch schon etwas länger unterwegs zu sein. Nachdem ich von Sansibar zurück war folgte meine Zeit im Cradle of Love Baby Home. Ebenfalls unvergesslich, vor allem die Unterstützung, die ich von euch erhalten hatte. Das Team vom Cradle ist immer noch sehr dankbar. Von Land Nummer 9 ging es dann zur eigentlichen Endstation Kenia. In Kenia lief zum ersten Mal nicht alles nach Plan. Vermutlich weil ich mich ganz besonders auf diese Zeit gefreut hatte. Aber am Ende war auch da alles gut.

Unfassbar, wie viel ich in dieser Zeit erlebt habe. Dies ist mir vor allem in den letzten Wochen, in denen ich etwas zur Ruhe gekommen war und wusste, dass ein Ende immer näher kommt, klar geworden. Ich bin unbeschreiblich dankbar und vor allem stolz, dass ich diesen Schritt gewagt hatte. Gerade kurz vor der Abreise kamen immer wieder Zweifel, warum ich das nur mache. Nun weiß ich es:

„Nichts ist vergleichbar mit dem guten Gefühl, an einen vertrauten Ort zurückzukehren und zu merken, wie man sich verändert hat“. – Nelson Mandela.

In diesem Sinne: Ich freue mich sehr auf zu Hause, bin aber auch unwahrscheinlich traurig dieses wundervolle Land bzw. diesen Kontinent nun wieder verlassen zu müssen.

Morgen Abend trete ich aus Sansibar meine Heimreise an. Von Sansibar geht es nach Daressalam, dann zum Kilimandscharo, weiter nach Istanbul bis ich dann endlich am 06.05.17 um 19 Uhr wieder in Hannover gelandet sein werde.

Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. 🙂

Bis bald hier oder irgendwo auf der Welt.
Eure Katherina

02.05.2017: Kenia Part 3 und welcome back to Arusha

Nun bin ich schon nicht mehr in Kenia, sondern mal wieder in Tansania. Eigentlich wollte ich morgen ab Nairobi zurückfliegen, jedoch hatte ich mich spontan dazu entschieden wieder nach Tansania zu fahren und meinen Flug zu verschieben. Ich komme also erst am 6. Mai wieder in Deutschland an. 🙂

Letzten Mittwoch hatte ich nochmals zwei Patrouillen mit den Rangern. Eine morgens und eine am Nachmittag. Allerdings gab es immer mal wieder Probleme mit den Autos. Also ging es morgens erst mit dem kleinen Wagen in den Busch und unterwegs am Lions Rock wurden dann die Autos wieder getauscht, nachdem das große Auto mal rasch repariert wurde. Vor dem Tausch hatte ich noch die Chance einen kleinen Leoparden zu sehen. Bei unserer Fahrt Querfeldein störten wir ihm beim Verspeisen eines Impalas. Das kleine Auto ist auch wirklich eine Höllenmaschine. Da würde ich auch weglaufen. Nachdem der Autotausch vollbracht war sammelten wir noch ein wenig Feuerholz für die Ranger und machten und dann verfrüht auf den Weg zurück ins Camp, weil ein Meeting anstand.

Eine kleine Übersicht der gesehenen Tiere. 🙂

Eland. Die Tiere davor dürften ja bekannt sein. 😉
Kuhantilope (hartebeest).
Büffel.
Warum zählen die eigentlich zu den hässlichsten Tieren? Gucken doch ganz niedlich. 😉

Wie das aber so ist in Afrika fand das Meeting nicht statt und wurde auf 18 Uhr am Abend verschoben. Hakuna Matata. Bedeutete für mich, dass ich weniger am Nachmittag warten musste, da wir aus diesem Grund unsere Patrouille bereits um 14 Uhr starteten und dann sogar eine Stunde länger im Feld waren. 🙂 Hätte ich gewusst, dass es eine letzte richtige Patrouille sein würde, hätte ich sie noch mehr genossen. 😉 Hintergrund war: Das Meeting fand natürlich auch nicht am Abend statt, sondern wurde auf den Donnerstag morgen verschoben… Man frage nicht warum. Die Frage nach dem warum etwas so und so passiert, kann man sich hier eh verkneifen. Man bekommt von allen Seiten unterschiedliche Antworten und am Ende stimmt keine der Aussagen. 😉 Wir kamen nach der Patrouille also wieder zurück ins Camp und ich ließ auch diesen Abend, wie die anderen ausklingen. (Übrigens, der Ami war wieder abgereist. Hatte sich also richtig gelohnt seine Reise…)

Donnerstag sollte dann also das Meeting am Morgen sein. Ich sollte im Camp warten, bis es vorbei war. Das hätte man mir ja auch schon mal am Abend zuvor sagen können, denn dann hätte ich auch ausschlafen können. Aber Kommunikation ist ja auch so eine Sache…

Das Warten zog sich noch eine Weile hin. Irgendwann kam Michael bei mir an und fragte mich, ob ich zu Fuß eine Patrouille machen wollte. Er sah mein nicht ganz so glückliches Gesicht und sagte, dass er das Auto tanken würde und dann könnte ich losfahren. Okay. Da ich auch mal wieder in die Lions Bluff Lodge wollte, da mal wieder ein Flug von mir verschoben worden ist, schlug Yasin vor, dass ich mit jemand anderem hochfahren kann, bevor ich noch länger auf Michael warten würde. Gesagt, getan. Ein Mechaniker, der mit dem Auto der Lions Bluff bei uns gehalten hatte, nahm mich mit. Dank Philippa und Psteen konnte mein Flug verschoben werden. Aus Kenia ist ein Anruf nach Tansania leider zu teuer und das WLAN im Hotel funktionierte leider so gar nicht… Aber alles hatte am Ende geklappt. 🙂 Der Typ und ich warteten dann auf den LKW, der uns wieder mit ins Camp nehmen wollte. Als ich den LKW sah und ich kannte ja den Weg zurück ins Camp war mir die ganze Sache nicht geheuer. 😀

Steil und einfach nur holprig.

Nachdem wir vom Hügel unten waren fing der Fahrer auch noch an zu rasen. Ich hatte ein wenig Angst. Als wir am Gate ankamen, stieg ich schnellstmöglich aus und ging zu Fuß ins Camp zurück. Dort wollte er mich eigentlich hinfahren, aber ich lehnte dankend ab. Da sich der ganze Aufenthalt mal wieder in die Länge gezogen hatte, war Yasin schon mit dem Mittagessen fertig und ich konnte direkt essen. Ich hatte mich schon von dem Gedanken verabschiedet an meinem letzten Tag noch eine Patrouille mitzubekommen. Ich fing an zu packen, als Yasin plötzlich zu mir kam und mir sagte, dass sie auf mich am Office warten würden. Es war auch schon 15 Uhr durch und eigentlich ging es immer vor 15 Uhr wieder los. Aber dieses Mal kam kein Elvis, der mir Bescheid sagte. Ich machte mich langsam bereit und dachte mir, dass die jetzt auch mal auf mich warten konnten, da ich den ganzen Tag ja schon mit Warten verbrachte. Am Office angekommen waren sie natürlich nicht zur Abfahrt bereit. Kein Kommentar. Leider stieg zu allem Unglück auch noch Michael hinters Steuer. Er ist kein Ranger und ich hatte keine Ahnung was er da wollte. Zudem war er leider ein wenig betrunken… Nach ca. 10 Minuten fragte er mich, was ich denn noch gerne sehen wollte, da eigentlich nichts zu tun ist und wir sonst jetzt zurückfahren würden. Ich konnte es nicht fassen, wusste nicht was ich sagen sollte und war einfach nur geschockt. Vor allem von seiner Fahne war ich nicht begeistert. Er merkte mir meine Unzufriedenheit an und wir setzten die Fahrt fort. Am Lions Rock wollte er dann ein Foto mit mir machen. Dieses Foto kann nicht schön geworden sein. Denn meine Unzufriedenheit sollte man auch auf dem Foto merken. 😉

Arcad, ich und Ernest. (Falls ich mir die Namen jetzt richtig gemerkt habe…)
Das ist die Sanctuary. Jedenfalls eine kleine Seite davon.

Nachdem wir einen weiteren Stopp für Fotos machten, fragte ich, ob ich auf der Ladefläche zurückfahren kann. Damit musste ich dann nicht mehr neben diesem Typen sitzen und konnte die Sanctuary nochmals in Ruhe genießen. Angekommen im Camp regte ich mich bei Yasin über diesen Typen auf und er erzählte mir die ganze Problematik mit dem Manager und Michael. Schade, dass so etwas mich daran gehindert hat 3 Wochen dort zu verbringen. Das wäre eine wirklich schöne Zeit gewesen. Schöner, als 2 Wochen Langeweile in Sagala. Yasin wollte noch unbedingt Fotos mit mir machen und ich wollte gerne ein Gruppenfoto mit den Rangern haben. Einige Bilder hatten wir noch gemacht, jedoch wurde das Gruppenfoto auf Freitagmorgen verschoben.

Für die Fotos wurde auch extra die Arbeitsklamotte rausgeholt. 🙂
Lumo war genau das richtige für mich.

Ich stand den Freitag so auf wie immer. Michael hatte mir mein Busticket besorgt, doch leider konnte man nicht so genau sagen, wann der Bus abfuhr. Er kam aus Mombasa und alles Weitere hing vom Verkehr ab. Es hieß aber immer 11 Uhr.

Meine Lieblingsranger.
Zusammen mit dem Lieblingskoch.

Nachdem das Gruppenfoto um 9 Uhr statt um 8 Uhr dann doch noch geklappt hatte, verabschiedete ich mich von Micheal in der Hoffnung, dass Dennis mich zum Bus bringen würde. Als ich „Bye Bye“ sagte lachte Michael und meinte ich müsste mich noch nicht verabschieden, er würde mich schließlich fahren… Na ja, nachdem ich wieder warten musste, kam Dennis vorgefahren, einige Ranger machten es sich auf der Ladefläche bequem und wir fuhren los. Kein Michael. Welch ein Glück. In der nächstgelegenen Stadt angekommen hieß es dann wieder auf den Bus warten. Erst hieß es er käme in 1,5 Stunden, war dann aber nach 30 Minuten da. Den Schock den ich hatte, als ich den Bus sah, konnte ich gar nicht so schnell aussprechen, wie ich dann auch schon im Bus saß. Ich musste mich sehr schnell von Dennis verabschieden und hatte keine Zeit mehr auf Yasin zu warten. Die Busfahrt war nicht schön. Es war heiß, ich schwitzte und hatte Angst, dass ich nicht angekommen würde. An der Grenze waren wir nach 2 Stunden. Nach weiteren 2 Stunden hatte ich das Prozedere an der Grenze hinter mir und konnte glücklicherweise ohne weitere Probleme wieder nach Tansania einreisen. Endlich hatte das Work Permit mal was Gutes. Als ich mit meinem Gepäck, ja, auch hier musste ich das komplette Gepäck wieder durch die Kontrolle schleppen, am Bus ankam, war ich völlig fertig. Ich war froh, dass ich in Arusha jemanden hatte, der mich vom Bus abholen konnte. 🙂

Die 6 Stunden im Bus und an der Grenze waren doch etwas schlauchend.

Emanuel, der Fahrer, der mich abholte, und ich fuhren dann ins Mwanga. Dort gab es eine Art Kinderfest wo ich dann endlich Sarah wieder traf. 🙂 Wir verbrachten noch ein wenig Zeit im Mwanga, fuhren dann ins Hotel, welches ein wenig versteckt war und unter den Einheimischen einen ganz anderen Namen hat als bei booking.com, holten noch Sarahs Sachen ab, erledigten noch einige andere Sachen bis wir uns schließlich im Hotel für den Abend fertig machen konnten. Was für ein Tag. Der dann aber auch noch nicht zu Ende war. Irgendwann wurden wir dann noch von einem Bekannten von Sarah abgeholt, fuhren in einen lokalen Club und hatten noch ne Menge Spaß. Als wir ins Auto stiegen, sagte ich zu Sarah, dass wenigstens der Fahrer noch nüchtern sei und sie mich dann mal wieder auf die Tatsache des Linksverkehrs aufmerksam machte… 😉

Im Club traf Sarah dann noch mehr Leute, die sie kannte, welches die ganze Sache noch viel lustiger machte. Wir hatten dann eine Schar Männer um uns herum, die uns vor den aufdringlichen anderen Besuchern oder auch unserem eigentlichen Fahrer beschützen konnte. 😉 Der Spaß war dann um 4:30 Uhr zu Ende. Immerhin hatten wir dann noch 2 Stunden Schlaf, da der nächste Tag wieder recht früh für uns begann.

Samstagmorgen hatten wir einen Termin mit Theo. Theo ist ein Physiotherapeut, der dem kleinen Godson helfen soll. Godson hatte sich vor knapp 4 Wochen den Oberschenkel gebrochen und lag leider völlig umsonst danach 2,5 Wochen in einem Krankenhaus, indem man davon ausging, dass der Knochen schon wieder von alleine zusammenwächst. Da nach der Zeit der Bruch immer noch nicht gut aussah, brachte Sarah den Kleinen in ein anderes Krankhaus, wo er dann operiert worden ist. Die Spenden, die für das Mwanga waren, wurden also auch für die Operation eingesetzt. Wir hoffen jetzt, dass der Physiotherapeut schlimmeres verhindern kann und der Kleine dann wieder vernünftig laufen kann. Also nachdem wir dann endlich beim Physio durch waren, bei STEP Africa waren um uns zu verabschieden, ging es endlich wieder ins Hotel. Von dort direkt weiter, denn langsam mussten wir auch mal was zum Frühstück bekommen. 😉 Es war schließlich schon 12 Uhr. In einem kleinen netten Café trafen wir noch eine andere Freiwillige und gönnten uns die teuersten Chips Majaj die wir je hatten. 😉 Chips Majaj sind Pommes oder auch Kartoffelecken mit Ei. Eigentlich ziemlich lecker. Also mit teuer mein ich 3€. 😉 Beim Restaurant an der Ecke der Banana hat man halt nur 1€ bezahlt.

Nachdem wir fertig waren sind wir noch schnell zum Massai Market, weil wir ja noch so fit waren, damit Sarah sich noch was zum Anziehen kaufen konnte. Sie hatte bereits all ihre Klamotten verschenkt. 😉 Kleid gekauft, „schnell“ (wir waren nicht gut zu Fuß den Tag) zurück ins Hotel, Sonne genießen und ab ins Bett. Am Abend war dann noch die private Abschiedsparty bei Saidi angesagt und später ging es wieder in die Skylounge, von wo ich mich um 1 Uhr verabschiedete… ich brauchte doch ein wenig Schlaf. Sarah wollte aber noch bleiben. Da ich immer wieder mit ihrer Rückkehr rechnete, war es eine eher unruhige Nacht, die um 5 Uhr zu Ende war, da wir um 6:15 Uhr abgeholt wurden. Für Sarah ging es an dem Sonntag nach Hause. Für mich ging es nach dem Flughafen zu Philippa. Philippa ist eine der Freiwilligen aus dem Cradle, die ich auch schon öfters mal erwähnt hatte, glaub ich. 😉

Sie wohnt bei Psteen, den freiwilligen Manager vom Cradle. Dort durfte auch ich für 2 Nächte bleiben.

Nachdem wir ein leckeres Frühstück bekommen hatten fuhren wir mit Psteen ins Cradle. Was ich nicht wusste, dort gab es WLAN. Während Philippa mit ihren Eltern skypte spielte ich mit den Kindern. Eventuell hatten sie mich verwechselt, aber es war trotzdem schön, als die Kinder freudestrahlend auf mich zu gerannt kamen. 🙂 Als der Regen dann wieder aufhörte und die Kids ins Bett mussten, machten wir uns auf den Weg nach Arusha. Wir hatten uns vorgenommen am Sonntag etwas sehr Leckeres zu essen. Also gingen wir ins Fifis. Wir gönnten uns eine Vorspeise, eine Hauptmahlzeit und einen Milchshake zum Abschluß. Endlich hatte ich meinen Milchshake. Aber leider war dieser nicht so gut wie sonst. Hatte aber trotzdem geschmeckt. Wir spazierten noch schnell zum Massai Market, Philippa kaufte sich Schuhe und schon ging es wieder zurück zu Fuß zum Philipps. In USA angekommen kauften wir noch schnell Kleinigkeiten im Supermarkt und machten uns schnurstracks auf den Weg nach Hause. Der Tag war lang genug. 😉

Montag war ja wie allen bekannt internationaler Tag der Arbeit. Wir wurden morgens von Psteen abgeholt, da es mal wieder sehr doll geregnet hatte und immer wieder anfing, war die Straße über die wir zum Dala mussten, viel zu schlammig.

Die liebe Rachel. Ein sehr süßes und stets fröhliches Kind. Eine Brille würde ihr vermutlich ein noch größeres Strahlen ins Gesicht zaubern…

Im Cradle angekommen stellte sich nach kurzer Zeit raus, warum die Kids alle so schlecht drauf waren. Sie hatten alle etwas erhöhte Temperatur oder sogar Fieber. Wir spielten ne Runde, aber ich war froh, dass wir uns entschieden hatten, nach dem Mittagessen nach Hause zu gehen. Auf der Rückfahrt wurden wir dann auch beim Aussteigen vom Regen erwischt. Glücklicher Weise konnten wir uns unterstellen. Die Regenpause danach nutzten wir für einen schnellen Bier-Einkauf und den Weg nach Hause. Kurz nachdem wir zur Tür rein sind, fing es dann auch endlich wieder an zu regnen. Kam mir aber ganz gelegen. Ich war kaputt und wollte schlafen. Dies taten wir dann auch am Nachmittag. 🙂 Dann irgendwann fing ich an meine Sachen zu packen, es gab Abendessen und während wir uns „Planet Earth“ anschauten, gönnten wir uns gemütlich ein Bierchen. 🙂 Damit war die Zeit in Arusha auch schon wieder vorbei.

Dienstagmorgen sind wir dann gegen 9:30 Uhr erst zur Post gefahren und dann zum Flughafen. Kurz vorm Ziel wurden wir aufgehalten. Es hieß der Präsident würde kommen. Daher mussten alle Autos anhalten. Psteen fuhr aber trotzdem an allen auf einer Spur neben der Fahrbahn vorbei und Schwupps setzten sich auch alle Autos wieder in Bewegung. Durch die Verzögerungen bei der Post und dem Verkehr kam ich genau rechtzeitig zum Check-in am Flughafen an. In Daressalam hatte dann auch alles problemlos mit dem Abholen geklappt. Ich kaufte mir mein Ticket für die Fähre am nächsten Tag und wurde zum Hotel gefahren, welches auf der anderen Seite von Daressalam liegt. Man muss eine andere Fähre benutzten, welche nur die beiden Seiten verbindet. Gruselig, so ne richtige Einweisung, wer wo stehen kann und darf gibt es da irgendwie nicht. Die Fähren sind vermutlich auch immer völlig überfüllt, so wie die Menschen noch auf die vor uns abfahrende Fähre gerannt sind.

Leider ist das Wetter in Daressalam genauso blöd wie in Arusha. Allerdings aber um einiges wärmer. Nach überstandener Flussüberquerung waren wir im Nu am Hotel. Hier lasse ich nun bei gemütlichem Regen den Abend ausklingen. 😉

Morgen geht’s nach Sansibar. Vermutlich werde ich dann nochmal meinen letzten emotionalsten Blogeintrag verfassen. 😉

Liebe Grüße aus Dar
Katherina

 

 

25.04.2017: Kenia Part 2

Und tatsächlich änderte sich etwas für mich. Das Gespräch am Dienstag mit dem Manager der Ngutuni Lodge verlief wohl ganz gut, allerdings musste alles noch mit seinem Chef abgesprochen werden. Als ich das hörte, war mir eigentlich schon klar, dass ich innerhalb meiner verbleibenden Zeit dort nicht mehr hinfahren werde. Es klang doch alles sehr vielversprechend, aber mehr leider auch nicht. Es verging ein entspannter Mittwoch, an dem ich morgens nur einen kurzen Gang mit Delvan zum Wasserloch machte und später noch mit Kathrin und Felix in die Stadt fuhr. Das war auch mein Highlight der Woche. Wir kauften ein und machten abends Pizza. Die beiden haben einen Grill, der zusätzlich mit einer Steinplatte ausgestattet worden ist. Das war die beste Steinofen-Busch-Pizza, die ich je hatte.  Gemütlich ließen wir den Abend zusammen mit mindestens einer Million Insekten ausklingen. Auch wenn Kathrin mir immer dazu sagte, dass die ja nix tun, finde ich die trotzdem nicht so angenehm. 😉

Donnerstag bekam ich dann eine mich sehr verwundernde Email der deutschen Organisation. Laut Patrick sei ich jetzt „total happy“. Na ja, mir ging es in Sagala wirklich gut, so war das ja nicht, aber die Langeweile hätte mich irgendwann umgebracht. Immer nur am Pool liegen ist halt einfach nichts für mich. Somit setzte sich die deutsche Organisation wieder mit Patrick in Verbindung. Genauso wie ich dieses tat. Er sagte mir, dass er sich um Lumo kümmern wolle. Lumo ist der Ort, wo ich eigentlich hin sollte. Eine Community Sanctuary in der Nähe von Tsavo West. Am Freitag passierte wieder nicht viel. Ich hatte auch schon fast die Hoffnung aufgegeben und auch der lieben Rose, die in Sagala hinter der Bar arbeitete, tat ich schon sehr leid. Sie mag die Einöde überhaupt nicht und konnte es nicht fassen, dass ich schon wieder einen Tag einfach nur am Pool verbringen werden würde. Ich erklärte ihr, dass dieses für mich ok ist, ich aber auf Änderungen hoffe. Diese kamen dann auch per Anruf von Patrick. Er teilte mir mit, dass ich Sonntag um 14 Uhr von einem Ranger aus Lumo abgeholt werde. Super. Also musste ich am Samstag noch schnell zum Baobab, dem größten in der Umgebung. Zahlte für einen eigentlich wirklich kleinen Baum, im Gegensatz zu denen, die ich bereits auf meiner Reise gesehen hatte, recht viel „Eintritt“. Der Mann, bei dem der Baum auf dem Grundstück steht, bekam halt umgerechnet 5€ dafür. Ok, immerhin ging es an die Community und nicht an die Lodge. Ich sollte es also positiv sehen. 🙂

Rosemary und ich.

Wir schauten uns auf dem Weg zum Baobab noch einen Brunnen an, der die Dorfgemeinschaft versorgt. Diese haben ein sehr interessantes System, welches sich vielleicht auf Uganda übertragen lässt. 🙂 Samstagabend war dann noch das Abschiedsgetränk an der Bar mit Felix und Kathrin angesagt, bevor es ohne gepackt zu haben ins Bett ging.

Am Sonntagmorgen machte ich dann noch den Dudu-Walk mit Kathrin und Felix. Der Dudu-Walk ist ein Spaziergang durch den Busch, bei dem man alles über die dort lebenden Insekten erfährt. Vor allem geht es um die Art der Kommunikation, die diese Tierchen haben. Die einen klopfen bei Gefahr mit dem Kopf auf den Boden, die anderen reiben den Stachel des Hinterteils mit einem waschbrettähnlichen Mittelteil. Nachdem wir aus dem Busch zurück waren, waren die stachellosen Bienen dran. Stachellos finde ich super und leckeren Honig machen sie noch obendrein. 🙂

Nachdem wir noch einen mixed Tea (African Tea bestehend aus Wasser, Milch, Zucker und schwarzem Tee) zusammen getrunken hatten, machte ich mich dann doch nochmal auf ans Packen. Da dies wieder eine sehr schweißtreibende Angelegenheit war, beschloss ich danach nochmal in den Pool zu hüpfen und dieses Mal auch wirklich zu schwimmen.

Ein noch etwas weniger gefüllter Pool.

Der Pool wurde seitdem ich ankam neu befüllt. Am Tag meiner Abreise war er immer noch nicht voll, aber immerhin so voll, dass man locker vom tieferen Teil in den flacheren schwimmen konnte. Welch Luxus. Davor hatte ich immer Angst, dass es aussieht wie ein gestrandeter Wal. Diese Blöße wollte ich mir nicht antun. 😉 Danach duschte ich noch ein letztes Mal unter der mit sehr wenig Wasserdruck ausgestatteten Dusche, bekam Mittagessen und wartete dann auf meine Abholung. 🙂 Der Dennis von der Lumo Community Sanctuary war auch sehr pünktlich, allerdings wurde er durch David aufgehalten, sodass sich meine Abfahrt auf 15 Uhr verzögerte. Zum Abschied in Sagala gab es noch ein nettes Gruppenfoto. Leider fehlte Delvan, da dieser nicht rechtzeitig aus seinem Bett kam. Er hatte die Nachtschicht für eine Woche. Schon als ich in den völlig heruntergekommenen Pickup einstieg wurde mir klar, dass die kommende Zeit um einiges spannender werden würde, als die vergangene Woche in Sagala.

Bye bye Sagala…

Das Team.
Meine kleine Hütte. Die rechte Seite bewohnte ich für die 2 Wochen.

Die Unterhaltung mit Denis war super. Er sagte mir, dass sie versuchen werden mir meine restliche Zeit so schön wie möglich zu machen. 🙂 Als wir an der Sanctuary ankamen machten wir als erstes eine kleine Pirschfahrt. Giraffen und Elefanten zeigten sich sehr schnell. Und es sind nicht vereinzelte Elefanten, die hier rumlaufen, es sind sehr große Herden. Am Camp angekommen wurde ich von Yasin in Empfang genommen. Yasin ist der Koch, der extra für Freiwillige immer in das Camp kommt. Er zeigte mir mein Zimmer und danach noch das restliche Camp.

Unterkunft der Ranger.
Erste Tür auf der rechten Seite führte in mein Zimmer.
Hinten rechts: Toilette. Mitte: die kalte Dusche.

Ich traf auf einige Ranger, aber wie das so mit den Namen ist, die kann man sich nicht beim ersten Mal merken. Vor allem sehen die Ranger in Uniform auch wieder ganz anders aus, als mit privater Kleidung. Sehr sympathisch finde ich ja, dass alle ihre Arbeitskleidung sofort ablegen, wenn sie nach Hause kommen und dann in Jogginghosen rumlaufen. 🙂 Da fühlt man sich doch glatt heimisch. 😉 Yasin macht super Essen.

Yasin beim Zubereiten von Chapati. 

Ich konnte das Essen in Sagala ja wirklich nicht mehr sehen. Es schmeckte alles gleich. Vor allem einfach nur nach Gewürzen wie Nelke, Koriander oder ähnliches. Alles Gewürze, die ich eigentlich so gar nicht mag. Es gab noch Abendbrot, ein nettes Plauschen mit Yasin und dann ging es auch schon ins Bett. An die Geräusche, die hier in der Nacht sind, muss ich mich allerdings immer noch gewöhnen. Der Wind fegt über das Dach, Hyänen heulen in der Ferne, ebenso Antilopen und Zebras und eventuell landet auch mal der eine oder andere Vogel auf dem Wellblechdach. Die erste Nacht war also sehr unruhig. Ich wachte ständig auf und konnte nicht wirklich gut einschlafen oder auch überhaupt schlafen.

Nachdem ich dann auch in der Nacht feststellte, dass es in Lumo viel kälter ist, als in Sagala, beschloss ich, dass man hier morgens nicht unter die kalte Dusche gehen konnte. Es gab wieder ein leckeres Frühstück und um 8 Uhr war Treffen am Office. Ich lernte den Manager kennen und konnte mir nicht vorstellen, dass er das Problem der mangelnden Kommunikation sei. Alle hier sind super nett und total bemüht. Ich unterschrieb noch schnell, dass ich für alles was mir passiert selbst verantwortlich bin und dann ging die erste Patrouille los. Zusammen mit 4 Rangern machten wir uns auf den Weg durch die Sanctuary. Ich durfte im Auto vorne sitzen. Ob das wirklich angenehmer war, als hinten drauf, ist fraglich. Vier Stunden lang machten wir uns auf die Suche nach Geparden, Löwen und Leoparden. Leider ohne Erfolg. Macht aber nichts, denn die Sanctuary ist so schön, dass ich die Fahrt einfach nur genossen hatte.

Unendliche Weite. 

James war der Fahrer und leider nicht so gesprächig wie Dennis. Zwischendurch wurde ich ein wenig müde, da meine Nacht ja mit wenig Schlaf verbunden war. Aber ich konnte mich wieder fangen. Wir machten auch auf dem Lions Rock Halt, wo wir aussteigen konnten.

Der erste Stopp auf dem Lions Rock. 

Die kleine Höllenmaschine. 

Das ist der Fels, auf dem eine Woche zuvor die Hochzeit stattgefunden hatte. Damals war mir nicht klar, dass es sich bei dem Bereich um die Sanctuary handelte, in der ich eigentlich hätte untergebracht sein sollen. Auf dem Weg zurück wurden noch ein Paar Kühe wieder in den richtigen Bereich zurückgetrieben.

Ich blieb im sicheren Auto sitzen. 😉 

Die Leute von den Kühen treiben die Tiere oft in einen Bereich der Sanctuary, wo sie nicht sein dürfen. Die Ranger treiben die Tiere dann zurück. Dies dient vor allem auch dem Schutz der Kühe. Letzten Monat wurden 40 Kühe durch Löwen gerissen. Nach 4 Stunden kehrten wir wieder zurück ins Camp. Es gab Mittagessen und ich nahm eine immer noch sehr kalte Dusche. Der Wasserdruck ist leider auch so schwach, oder der Wasserstrahl so zart, dass der Schaum aus meinen Haare zu entfernen ist und ich doch wieder den Wasserhahn, der sehr weit unten angebracht ist, nehmen muss. Aber ich kann duschen, also keinen Grund zum Beschweren. 🙂 Pause ist immer bis 15 Uhr. Um 15 Uhr machte ich mich dann mit Elvis, dem Hauptranger, und einem anderen, von dem ich leider den Namen vergessen hatte, zu Fuß auf den Weg durch den Busch.

Sobald ich Termitenhügel sehe muss ich an Kathrin und Felix denken. Die Biologen aus Sagala. 

Nach kurzer Zeit sahen sie einen Büffel. Dieser kam scheinbar näher, also rannten wir davon. Gut, mir wurde mal wieder klar, dass ich umgeben war von wilden Tieren und das gar kein Spaß sein kann, diesen zu begegnen. Wir gingen weiter und mussten noch ein zweites Mal davon rennen. Ob uns das wirklich geholfen hätte, wenn der Büffel auch gerannt wäre weiß ich nicht. Ich sah mich jedenfalls schon auf Bäume klettern. Die beiden entschuldigten sich und ich sagte, na ja, das ist Natur. 😉 Wir setzten unseren Weg fort, der zum Glück wieder in Richtung Camp führte. Als wir hinter dem Zaun angekommen waren, war ich sehr froh. Mir ist vielleicht auch ein kleiner Stein vom Herzen gefallen. Die Ranger wissen jetzt auch, dass ich das Auto bevorzuge. 😉 Als wir zurück waren, kam etwas später auch ein zweiter Freiwilliger an. Jerry aus Kalifornien, 59 Jahre alt. Typischer Amerikaner. Die erste Frage, die er stellte: Gibt es hier Wifi. Ich wusste nicht so recht, wie ich reagieren sollte. Wir waren schließlich mitten im Busch. Es ist ja schon super, dass wir hier Strom haben. Na ja, da ich an dem Tag eine Email von Turkish Airlines bekam, dass mein Flug umgebucht worden ist, brauchte ich ebenfalls aus diesem Grund nochmals Wifi. Michael war so nett und fuhr mit mir zur Lions Bluff Lodge, die Wifi hat. Ich konnte doch innerhalb von 2 Stunden einen Flug stornieren, meinen Abflugflughafen ändern und einen neuen Flug buchen. Danke Turkish Airlines für diesen Stress. Als ich wieder am Camp ankam, war Jerry schon schlafen gegangen. Blieb also mehr Essen für mich übrig. 😉

Somit war der erste Tag in Lumo dann schon wieder vorbei. Zum Glück lagen noch einige Tage vor mir. 🙂

Dienstag ging ebenfalls so los wie Montag, allerdings im größeren Pickup, da ja jetzt Jerry mit dabei war. Dieses Mal war auch Denis wieder der Fahrer. Welch ein Glück für mich.

Elefantenherde. 

Im Hintergrund: die Taita Hills. 

Die Fahrt war lustig und sehr unterhaltsam. Er erklärte mir einiges über die Sanctuary und auch über die Zusammenarbeit mit Patrick. Na ja, ich habe ja jetzt meine Kontakte, sodass ich keine Organisation mehr brauche, wenn ich wiederkommen möchte. 😉 Die Fahrt durch den Busch dauerte wieder gute 4 Stunden. Einen Stopp legten wir an einem Aussichtspunkt ein.

Einsamer Elefant mit Blick auf den Lions Rock. 🙂 
Elvis und der Pickup. 

Links: ein Hotel. Rechts am Hotel: eine Herde Büffel auf dem Weg zum Wasserloch. 

Wunderschöner Blick auf die Taita Hills. Taita ist die Region hier. Leider sahen wir wieder nicht mehr Tiere als am Tag zuvor. Trotzdem war es eine schöne Fahrt. Am Ende wurden dann wieder Kühe in die richtige Richtung gelenkt. Dieses Mal aber mit dem Auto, und lautstarkem hupen.

Bei dieser Herde war der Grund, dass die Kühe auf der falschen Seite waren, die Elefanten. Vor diesen war der Treiber vermutlich abgehauen. Die Elefanten fanden das Hupen auch gar nicht gut und verfolgten das Auto etwas skeptisch. Ließen uns aber machen. Nachdem wir wieder im Camp waren und Mittag fertig hatten, ging es wieder zur Lions Bluff. Dieses Mal weil Jerry dort ein oder zwei Nächte bleiben wollte. Er brauchte dringend Wifi, eine heiße Dusche und kalte Getränke. Er war immerhin schon 3 Tage aus den USA weg und reist für eine ganze Woche, da wurde das auch mal wieder Zeit. 😉

Für die Aussicht lohnte sich die anstrengende Fahrt eigentlich immer. 

Ohne ihn ging es wieder zurück. Es war noch etwas Zeit zum relaxen bevor es wieder in den Busch ging. Aber mit dem Auto. 😉 Als ich fragte, ob zu Fuß oder mit dem Auto, lächelte Elvis sagte „we take the car“. 🙂

Wir machten uns zu viert also auf den Weg durch das Gebiet. Ich konnte einen Blick auf den Gipfel des Kili erhaschen, bevor es nach 1,5 Stunden wieder ins Camp ging. Nun habe ich Zeit meinen Bericht zu schreiben und Bilder dafür rauszusuchen. Sobald ich in Arusha bin, werde ich diesen dann auch ins Internet stellen oder die Fotos hinzufügen. Wer weiß, was die Internetverbindung hier noch so hinbekommt.:-)

Liebe Grüße aus Lumo
Katherina

18.04.2017: love it here.

Nun bin ich bereits an meiner Endstation angekommen. Also eigentlich. 😉

Seitdem ich letzten Sonntag, 09.04.17, in Nairobi angekommen bin, verfliegt die Zeit nur so. Dies kann vor allem daran liegen, dass ich mich mittlerweile doch sehr wieder auf zu Hause freue. 🙂

Nachdem ich Sonntag dann in dem Hotel abgeliefert worden war, in dem ich bis Dienstag blieb, ging es am Montag schon recht früh mit dem Programm wieder weiter. Der Fahrer, der mich auch am Sonntag schon vom Shuttle abgeholt hatte, brachte mich als erstes zum Giraffen-Center. Leider war der Organisation nicht klar, dass ich keine 18 mehr bin und dies auch nicht mein erster Aufenthalt in Kenia (Nairobi) ist. Das Giraffen-Center war total überfüllt mit Touristen. Nachdem die große Gruppe fertig war, hatte ich mich auch nach oben gewagt, um die Giraffen zu füttern. Ich muss sagen, es hat sich seit 2014 kaum was verändert. 😉

2014 vs. 2017 😉
Die war ganz schön gierig.

Nachdem ich dann auch „abgespeist“ war, hatten wir auf dem Weg zum David Sheldrick Elephant Orphanage an einer Mall gehalten. Ich wollte ja schließlich wieder erreichbar sein und brauchte eine SIM-Karte. Montags morgens ist bei Safaricom aber scheinbar Hochbetrieb, sodass wir erst einmal ohne Erfolg zu den kleinen Elefanten gefahren waren. Dort schaute ich mir, ebenfalls wie vor 3 Jahren schon, die Fütterung der Elefanten an. Immer noch sehr niedlich und mit Touristen überlaufen.

Ganz entspannt.
Lecker Milch.

Nach ca. einer Stunde war der Spaß auch schon wieder vorbei und wir fuhren wieder zur Mall. SIM-Karte olé, es hat geklappt. Steven, der Fahrer, rief ständig bei der Organisation an, um Dinge abzuklären, die ich auch alleine entscheiden kann. Z.B. kann ich glaube ich ganz gut selber entscheiden, was für eine SIM-Karte für mich sinnvoll ist. 😉

Steven brachte mich nach allen Erledigungen wieder zurück ins Hotel. Dort traf ich dann auf Grace und Patrick von der Partnerorganisation. Das Treffen war äußerst verwirrend. Das Freiwilligenarbeit so eine Sache ist, war mir ja schon bekannt und ich wusste auch, dass alles, was mit einer Organisation zu tun hat, oft Geldverschwendung ist. 😉 Trotzdem wollte ich mich ja auf dieses Experiment einlassen. Grace und Patrick erzählten mir, dass es Schwierigkeiten mit meinem eigentlichen Projekt gebe. Davon hätten sie aber auch erst am Sonntag erfahren… Okay, ich hörte mir also die äußerst merkwürdigen Erläuterungen an und war mit dem Gegenangebot in einer Lodge unterzukommen, die in der Nähe vom Nationalpark Tsavo East liegt und eine eigene Sanctuary hat, sehr zufrieden. Als Patrick mich dann fragte, ob er den Bus für uns buchen dürfte, war ich weniger davon begeistert. Ich kannte die Reisebusse, die auf den Straßen Kenias unterwegs sind. Diese Busse sehen aus, als würden sie in der nächsten Kurve auseinanderbrechen. Na gut, Google sagte mir etwas Anderes. Die Busse der Firma Coast Bus sahen im Internet ganz ok aus. Eigentlich wie in Deutschland. Ich stimmte also der Fahrt mit dem Bus zu, wir verabschiedeten uns und ich hatte noch genug Zeit zum Skypen, Packen und neu organisieren. 🙂 Am Dienstag wurde ich dann um 7:45 Uhr von Patrick aus dem Hotel abgeholt. Er brachte mich zum Busbahnhof, der nicht weit vom Hotel entfernt war, lies mich aussteigen und er brachte sein Auto wieder zu irgendeinem Parkplatz. Während ich da stand konnte ich leider in Ruhe den Bus begutachten und war so gar nicht damit einverstanden.

Meine Zweifel bestätigten sich leider doch. Der Bus war furchtbar. Nachdem ich einige Zeit auf Patrick gewartet hatte und er dann wieder kam, sagte ich ihm auch genau das. Seine Antwort darauf war erst ein Schweigen und dann welches Gepäck denn mit in den Bus solle. Ah ja. Er hatte halt keine Lust eine andere Alternative ausfindig zu machen. Wir stiegen ein und lange Zeit sprach er nicht mit mir oder ich auch nicht mit ihm, denn ich war überhaupt nicht glücklich mit dem Ganzen und das hatte er auch verstanden. Der Bus fuhr uns nach Voi. Bedeutete von Nairobi ging es über die Mombasa Road, wo die Straße nun mal hinführt, nach Voi. Ich durfte netterweise am Fenster sitzen, sodass ich ebenfalls Zeit hatte mir die Landschaft und die am Straßenrand stehenden Autos, die nach Unfällen fahruntüchtig waren, anzusehen. 😉

Kaum eng und voll auf den Straßen Nairobis… 😉
Auch vom Innenraum des Busses war ich weniger begeistert.

Irgendwann gab es eine kurze Mittagspause. Überrascht war ich von der Tatsache, dass es Softgetränke und Wasser kostenlos im Bus gab. Allerdings hatte der Bus auch keine Klimaanlage und irgendwie musste man dieses Manko scheinbar ausgleichen. Immer wenn der Bus kurze Zeit stand oder auch nach der Mittagspause, heizte er sich super schnell auf. Ich war froh, dass wir nach der Mittagspause nur noch 2 Stunden Fahrzeit vor uns hatten und wir bis dahin auch alles ohne Unfälle überstanden hatten. Die Landschaft war schön, doch leider hat Kenia ein kleines Abfallproblem. Vor allem an solch einer Hauptstraße. Kaputte LKW-Reifen sah ich zu Hauf. Die Straße zählt glaube ich zu einer der schlechtesten und meist befahrensten im Land. Wir fuhren noch durch Voi durch, denn der Busfahrer ließ uns direkt dort an der Hauptstraße raus, wo es zur Lodge ging. Die Lodge liegt 2km von der Hauptstaße entfernt. Angekommen an der Lodge war ich müde und kaputt. Meiner Erkältung hatte die Fahrt nicht wirklich gut getan. Patrick erklärte noch einmal David, dem Manager der Lodge, was genau ich tue. Meine Erwartungen hatte ich ja Patrick schon im Hotel am Vortag mitgeteilt, diese waren aber bei ihm scheinbar nicht angekommen. Ich sagte, dass ich das erwarte, was ich gebucht hatte. Er kennt anscheinend sein eigenes Programm nicht…

Ganz dahinten ist mein Häuschen. Kaum zu sehen.
Bar, Restaurant und für mich ein guter Arbeitsplatz zum Blog schreiben.

Die Lodge machte einen sehr guten Eindruck. Mein Zimmer ist recht einfach, aber ich habe immerhin mein eigenes Zimmer mit Badezimmer. Da kann ich mich nicht beklagen. 🙂 In einem Gespräch mit Patrick und David hatten wir besprochen, was ich so machen kann. Dabei stellte sich raus, dass die Sanctuary eigentlich keine mehr ist, weil das Hotel vor 2 Jahren noch komplett geschlossen war und in der Zeit alle Tiere weggelaufen oder leider durch die Bevölkerung getötet worden sind. Ich fragte mich immer mehr, was genau ich hier machen sollte. Aber ich wollte erstmal abwarten. War ja schließlich gerade erst angekommen. 😉 David stellte mir Delvan vor, der hier für alles zuständig ist und die nächsten Wochen für mich da sein wird. Wir sollten Bushwalks machen, morgens und abends und zwischendurch wäre Zeit, um die Tierwelt, die wir sehen werden (es sind vor allem Vögel) mittels Büchern näher kennenzulernen. Ob das wirklich das ist, was ich gerne wollte, war mir eigentlich da schon klar. 😉 Nach dem Gespräch verabschiedete sich Patrick, ich zog mich kurz aufs Zimmer zurück und traf mich dann um 19 Uhr wieder zum Essen mit David, Kathrin und Felix. Kathrin und Felix sind ebenfalls zwei Deutsche, die hier Forschungsarbeit betreiben. Die beiden sind Biologen und beschäftigen sich mit Bienen und Termiten. Das Abendessen war sehr nett. Es wurden gruselige Geschichten über Kenia erzählt und eigentlich wollte ich das gar nicht hören. Es ging um Streitigkeiten unter den Motorradfahrern. Mit denen sollte man sich nicht anlegen, wie ich jetzt immerhin weiß.

Es kam der Dienstagmorgen an dem ich um 7:00 Uhr den ersten Bushwalk mit Delvan machte. Vor dem Frühstück. Er zeigte und erklärte mir jeden Vogel, den er sah und auch hörte. Ich konnte mit den ganzen Namen nichts anfangen, es ist aber sehr beeindruckend, was er alles weiß. Wir sahen ebenfalls die unterschiedlichsten Fußspuren von den hier noch lebenden Tieren.

Wasserbock.
Elefantenfußabdruck.

Da der Nationalpark nicht weit weg ist und die Sanctuary zwar umzäunt, aber an einigen Stellen durchbrochen ist, gibt es hier immer noch Tiere. Wasserbock, Antilopen, Warzenschweine, ab und zu mal Hyänen, Elefanten, Erdmännchen (also wenn ich die hier noch zu Gesicht bekomme, wäre ich sehr glücklich), Affen, Honigdachs und Dikdiks. Ich habe vermutlich ein oder zwei Tierchen vergessen, die mir aber vielleicht noch einfallen werden. 😉

(Nachtrag: Puffotter und irgendeine giftige Spinne, die in einem Loch lebt haben wir zum Glück nicht gesehen, aber immerhin deren Spuren… was mir auch vollkommen ausreicht.)

Nach 2,5 Stunden waren wir zurück und ich bekam ausgehungert mein Frühstück. Wir machten ne kurze Pause, trafen uns zum Aufschreiben der gesehenen Vögel wieder und zogen gegen 16:30 Uhr erneut los in den Busch. Da meine Erkältung immer noch sehr nervig war, legte ich mich davor noch mal ins Bettchen. 🙂 Ist ja jetzt schließlich wie Urlaub hier und da darf es ja an genug Schlaf nicht mangeln.

Der Mittwoch ging ebenfalls so los, wie der Dienstag. Bushwalk, Frühstück, die Bücher angeschaut, kurze Pause und wieder in den Busch, dieses Mal den Spuren der Elefanten folgend. Aber leider blieben sie versteckt. Es war für mich relativ klar, dass sie etwas ändern müsste. Somit rief ich die deutsche und kenianische Organisation an. Die Antwort aus Deutschland war mir natürlich schon vorher klar: „Oh so sollte das natürlich nicht laufen, das tut uns sehr leid…“ 😉 Und das Patrick keine Lust auf Kommunikation hatte, war mir davor auch schon bewusst. Na ja, immerhin hat David mein Problem verstanden und ich sehr bemüht eine Lösung zu finden.

Nachdem wir auch am Donnerstagmorgen keine Tierchen sahen, hatten wir dafür am Nachmittag etwas mehr Glück. Wir saßen am Pool im Schatten, als uns jemand sagte, dass die Elefanten da sind. Also fuhren wir los, um sie dieses Mal zu sehen. Eine Gruppe von 6 Elefanten war es. Unter anderen drei Babyelefanten, eins davon vielleicht eine Woche alt.

Nachdem wir zurück an der Lodge waren, sind wir zu Kathrin und Felix, um ihnen mitzuteilen, dass wir gerne mit ihnen in die Stadt fahren würden. 🙂 Also machten wir uns kurze Zeit später mit deren Auto auf den Weg nach Voi zum Einkaufen. Ich kam endlich mal wieder raus und konnte mir Avocados kaufen. Ich vermisste schon langsam meine Avocado zum Frühstück 😉 Da wir länger als erwartet in der Stadt waren, hatten wir an dem Abend keinen Walk mehr gemacht. Vor allem aber auch weil wir die Elefanten auf dem Weg in die Stadt auch nochmal sahen. Damit sich dann auch wirklich noch was für mich ändert waren David und ich am Freitag in der Ngutuni Lodge. Diese Lodge liegt auf der anderen Seite des Highways, hat eine Sanctuary und ist direkt ohne weiteren Zaun an den Tsavo East Nationalpark angeschlossen. Schon auf dem Weg dorthin verstand ich sehr gut, warum immer weniger Tiere in die Sagala Lodge kommen. Der Highway ist die Hölle und jetzt ist auch noch eine neue Bahnstrecke hinzugekommen. Diese wurde nicht ebenerdig gebaut und somit müssten auch die Tiere die Brücken nutzen. Tiere z.B. Elefanten folgen aber ihren ursprünglichen Wegen und wenn diese Brücken falsch geplant sind, dann wurde damit der Weg der Elefanten gestört. Wir konnten ganz einfach die Schienen unterqueren, wie sollen aber die Tiere diese Brücken verstehen? Wir setzten den Weg zur Lodge fort und sahen schon auf dem Weg Elefanten, Giraffen und Warzenschweine, Antilopen und Hartebeest (Kuhantilopen).

Zur Erläuterung: Elefanten, Zebras und Warzenschweine in einem Bild.
Die Lodge liegt direkt an einem Wasserloch. Wunderschöner Ort.

In der Lodge sprach David mit dem Manager und dieser war dem Ganzen sehr aufgeschlossen. Er wird bei uns vorbeikommen, sodass besprochen werden kann, wann und wie ich mal mit deren Rangern mitfahren kann. J Das wäre genau das, was ich gerne machen würde. Also heißt es jetzt Daumen drücken.

Als wir dann zurück waren sind Delvan und ich noch einmal mit einem GPS-Gerät die Zäune abgelaufen, damit man sich auch mal auf einer Karte ansehen kann, wo hier die Zäune sind und wie groß die Fläche für die Tiere ist. Am Abend hatte ich dann gemeinsam mit David Abendessen gegessen. Er erzählte mir, dass er am nächsten Tag zu einer Hochzeit geht, die er mit organisiert hatte. Eine Hochzeit in einer Lodge mitten in Tsavo West, wo ich gerne eh mal hin wollte. Er fragte mich, ob ich mit möchte und ich dachte, dass ich diese Möglichkeit nutzen müsste, da ich sonst da vermutlich nicht nochmal hinkomme. Also fuhren wir am Samstagmorgen später als geplant los zu der Hochzeit. Es war eine Hochzeit zweier Briten. Also ganz viele Weiße und auch eigentlich nur Hochzeitsgäste in dem Hotel… Wir lieferten noch etwas in Voi ab und fuhren dann in die Lumo Sanctuary Area. Dies ist auch die Region, in der mein eigentliches Projekt sein sollte. Wir fuhren durch die um die Lodge liegende Sanctuary und kamen kurz vor 10 Uhr dort an. Eigentlich viel zu spät, aber dann auch wieder nicht. Anstatt um 10 Uhr, war die Trauung erst um 12 Uhr. Hakuna Matata.

Schon ein schöner Ort für eine Trauung.
Blick auf die Taita Hills.
Da hätte ich es noch länger aushalten können.
Wasserloch mit Wasserbüffeln.

Ich genoss die Aussicht. Während alles um mich herrum völliges Chaos war, freute ich mich, dass ich ganz gemütlich dort sitzen konnte und mich an der Aussicht nicht satt sehen konnte. Irgendwann gab es dann nach der Trauung (wunderschöne Aussicht, schlecht gekleidete Menschen) Mittagessen. Dort fragte man mich dann auch, ob ich zur Gesellschaft gehören würde, da ja eigentlich nur Hochzeitsgäste da sein und man sich fragte, warum niemand mit mir sprach. 😉 Ich erklärte, dass ich mit David kam und alles war gut. Die Unterschrift war dem Brautpaar scheinbar nicht so wichtig. Alles war sehr leger. Als wir uns dann irgendwann auf den Rückweg machten, machte sich die Hochzeitsgesellschaft auch fertig für die eigentliche Trauung auf dem Lions Rock. Ich wollte den Rock gerne noch sehen und natürlich auch noch ein paar Tierchen. Wir fuhren also zu der Stelle, wo die Trauung stattfinden sollte. Wir sahen ein paar Löwen. Also ich hätte an der Stelle nicht aus dem Auto aussteigen wollen. Na ja, jedem das seine. Ich hoffe, sie haben überlebt. 😉

Babylöwen.

Der Weg zurück nach Voi war mit einigen Stopps verbunden und zog sich daher ganz schön in die Länge. David kannte aber auch überall Menschen.., Ständig musste er mich irgendwie vorstellen. Pausen für eine Überweisung stellten sich dann auch als Meetings raus. Irgendwann kamen wir dann doch wieder am Hotel an und nach dem Abendessen klärte ich noch schnell alles für die Ostersonntags-Wanderung und dann ging es auch schon ins Bettchen.

Mit Kathrin, Felix und Delvan ging es dann am Ostersonntag zu einer Wanderung. Also dies war nun wirklich meine letzte Wanderung. Wanderungen hier haben wirklich gar nichts mit Wanderungen zu Hause zu tun. Mir reicht es jetzt erst einmal. 🙂

In der Ferne liegt der Berg.
Schnellen Schrittes kamen wir ihm immer näher.

Wir machten uns um 8:20 Uhr auf den Weg zum Fuß des Berges, welches schon sehr weit war. Wir waren 1,5 Stunden unterwegs und dann kam ja noch der Aufstieg. Es war mal wieder ein sehr heißer Tag mitten in der Regenzeit. Regenzeit bedeutet hier gerade, dass es keinen Regen gibt. Für die Wanderung war dies sehr gut, aber für die Tier- und Pflanzenwelt ist dieses äußerst schlecht. Wir gingen sehr schnellen Schrittes voran. Es wurde natürlich auch immer wärmer und ich schwitzte. Als wir dann den Berg hinauf sind, boten sich uns wunderschöne Blicke über das Land und das kleine Dorf.

Erster kleiner Stopp auf dem Weg nach oben.

So viel Wasser wie ich durch das Schwitzen verloren hatte, konnte ich mit meiner 1,5 Liter Flasche leider nicht wieder aufnehmen. Irgendwann kurz vorm Ende hatte ich auch keine Lust mehr und wollte auf der Strecke einfach auf die anderen warten, wenn sie wieder runterkommen. Hatte mich dann aber doch zum Weitergehen entschieden – zum Glück! Wir trafen unzählige Verwandte von Delvan auf dem Weg und schüttelten auch dementsprechend viele Hände. Der Weg führte oft durch enges Gestrüpp, welches aber ab und zu ganz nett Schatten gespendet hatte.

Guaven-Pause.

Oben angekommen waren dann richtige Gärten zu sehen. Ananas, Bananen, Mangos, Guave und Orangen wurden dort angebaut. Es sah ein wenig aus wie im Paradies. 🙂

Wir gingen weiter ins Dorf und trafen auf eine Cousine mit einem Shop. Dort bekamen wir Wasser und konnten unsere Flaschen auffüllen. Das war unsere Rettung. 🙂 Dann kamen wir schon schnell beim Aussichtspunkt an.

love it here.

Der Aufstieg hatte sich alle Male gelohnt. Wir hatten die Aussicht längere Zeit genossen, bevor wir wieder bergab sind. Wir machten noch einen kleinen Abstecher zur ersten Grundschule in Sagala, hatten einen Blick auf die Taita Hills und dann ging der Abstieg los.

Taita Hills mit dem Regen in der Ferne.
Dorfzentrum.

Wieder fing man an zu Schwitzen. 😉 Wäre ja auch langweilig, wenn man mal etwas Wasser bei sich behalten würde. 😉 Meine Füße taten mal wieder weh. Aber irgendwann nach 1,5 Stunden waren wir dann doch wieder am Fuße des Berges angekommen und hatten dann ja „nur noch“ eine Stunde bis zur Lodge vor uns. Wir hatten Hunger und ich hatte auch wirklich keine Lust mehr. 😉

Und Tschüß!

Trotzdem war es ein sehr schöner Ostersonntag mit sehr netter Wanderbegleitung. 🙂 Abends wurde ich dann noch von Felix und Kathrin auf einen Gin Tonic eingeladen, dem ich nach dieser Anstrengung nicht wiederstehen konnte. 😉 Gemütlich ließen wir den Abend auf der Veranda bei den beiden ausklingen.

Ostermontag war Relaxing angesagt. Ich hatte keine Lust mich groß zu bewegen. Also beschäftigte ich mich den Tag über mit dem Aufladen meiner elektronischen Geräte, überschüssigem Balast im Gepäck entfernen und Entspannen. 🙂 So kann ein Tag auch schon mal ganz schnell wieder vorbeigehen. Nach der anstrengenden Wanderung hatte ich mir das aber auch verdient, fand ich. 😉

Nun bin ich gespannt wie es weitergeht. Ich hoffe, dass der Manager der anderen Lodge unser Treffen zum Mittagessen (eine Uhrzeit braucht man hier scheinbar nicht abmachen…) nicht vergessen hat und wir dann alles für die kommende Woche besprechen können. 🙂

Sonnige und warme Grüße aus Kenia,
eure Katherina