11.10.2018: Lake Natron

Seit Montag sind endlich auch Carla und Sarah in Tansania angekommen. 🙂 Nach einem langen Tag im Cradle und anderen aufregenden Ereignissen, auf die ich bei Gelegenheit noch zurückkommen werde, habe ich die beiden am Abend noch in der Stadt getroffen und wir konnten ein bisschen quatschen. Die beiden haben auch einen Verein gegründet, um ein Kinderheim und eine Vorschule hier in Arusha zu unterstützen.

Dienstag hatte ich ursprünglich geplant einen Tag im Cradle zu verbringen, aber es kommt ja meist anders als man denkt hier in Tansania. Also fuhr ich anstatt ins Cradle mit Psteen in die Stadt und nutzte die Gelegenheit die mitgebrachten Spenden von Sarah im Mwanga, der Vorschule, die unterstützt werden soll, dort vorbeizubringen. Der Weg führte glücklicherweise direkt bei Mama Susi vorbei und ich konnte mir schon mal aus meinem neu errungenen Stoff eine Hose schneidern lassen. Ich hoffe, dass ich sie auch bald abholen kann. 🙂

Nachdem ich dann mit beim Mwanga war und von dort mit dem Piki zum Frisör bin, verbrachte ich dort die restliche Zeit des Tages. Innerhalb von 5,5 Stunden habe ich wieder meine Zöpfe gezaubert bekommen. 🙂

Spontan entschied ich dann im Laufe des Tages am nächsten Tag zusammen mit Christa, die auch gerade im Cradle ist, zum Lake Natron zu fahren. Sie hatten schon alles organisiert und ich musste am nächsten Tag nur sehr früh ins Auto steigen. 🙂

Wir fuhren samt Koch und anderem Fahrer einige Stunden bis zum Lake Natron. Der Weg führte entlang des Rift Valley, welches bis nach Kenia hineinführt. Nach bereits zurückgelegten 2 Stunden folgte noch eine gefühlte Ewigkeit auf einer Buckelpiste. Vorbei an liegengeblieben Trucks und wunderschönen Aussichten. Btw. der Truck hatte es am nächsten Tag endlich in das Dorf geschafft …

Am Lake Natron angekommen machten Psteen und ich noch eine Wanderung zu einem Wasserfall. Der lokale Guide sagte zu mir, ich sollte besser offene Schuhe anziehen, denn wir müssen auch durch den Fluss gehen. Na ja, ich hatte die Wahl zwischen Turnschuhen und Flipflops – ich entschied mich erstmal für beides. Na ja, nachdem ich das erste Mal das Wasser durchquerte und meine Flipflops echt rutschig waren mit nassen Füßen, ich beim zweiten Durchqueren des Flusses auf lauter Steine getreten bin, entschied ich mich doch die Turnschuhe zu nehmen. Sicher ist sicher. Wollte bzw. will hier ja noch ne Weile bleiben 🙂 Ab und an war das Wasser schon recht tief, aber trotz kurzer Beine hab ich es geschafft, fast trocken zu bleiben. 😉 Als ich bei dem Wasserfall um die Ecke kam, hatte ich ein wahres WOW-Erlebnis: Der Wasserfall mit den Palmen, umgeben von den Felsen sah für mich traumhaft aus. Psteen war enttäuscht: Er sei ja viel zu klein. Er müsse nochmal wiederkommen und dann die 6 Stunden Wanderung zum wirklich großen Wasserfall machen. Also der Lake Natron liegt in der Steppe. Da wird es richtig schön warm, wenn die Sonne scheint. Ich möchte da keine so lange Wanderung machen. 😉

Wieder im Camp angekommen gab’s dann auch schnell Dinner und wir sind ungefähr genauso schnell danach auch im Bett gewesen. Heute morgen ging es dann zum Sonnenaufgang zum Lake Natron. Endlich. Christa konnte es kaum noch erwarten, endlich die vielen Flamingos zu sehen. Um 6:15 Uhr ging’s also los. Auf dem Weg vor uns waren noch zwei anderen Autos unterwegs. Schnell bemerkten wir, dass eines davon leider so gar nicht mehr unterwegs war, sondern im Sand feststeckte. Da wir das nicht auch riskierten wollten und die Fahrer sich miteinander absprachen, wurden die drei aus dem steckengeblieben Auto kurzer Hand umgeladen und wir setzten die Fahrt für ein kurzes Stück weiter fort, bis die Fahrer der Meinung waren, es sei besser die Autos stehen zu lassen und zu laufen. Gesagt, getan. Endlich kamen wir zu Fuß dem See immer näher und die Kulisse mit dem Rift Valley und dem Vulkan im Hintergrund war traumhaft. Aber seht einfach selbst:

Unser Frühstück konnte dann doch noch in der Nähe des Sees stattfinden, da der Fahrer es schaffte, das Auto zu uns zu bringen.

Zurück im Camp bin ich dann mit in einem Auto voller Maasai, Guides und der anderen Touristin zum feststeckenden Auto gefahren. Die Diskussion, ob das Seil, welches im Camp zur Verfügung stand, ausreichend würde, erübrigte sich, nachdem festgestellt wurde, man bräuchte noch ein paar Schaufeln … Während also unser Fahrer und der andere Guide wie wild durch die Wüste gedüst sind haben die Maasai angefangen mit den Händen das Auto auszugraben und Stocker unter die Reifen zu legen. Ende vom Lied: Auto war dann Maasai und einem Schupser wieder frei. Wir konnten zu Mittag essen und danach die ewig lange Rückfahrt antreten. Ich fragte mich die ganze Zeit, ob wir wohl nochmal tanken würden vor der Rückfahrt. Mitten im nirgendwo halt. Aber nein, wir führen mit einem ¼ vollen Tank wieder zurück. Die Tanknadel bewegte sich immer weiter gen Null und es machte mich doch ein wenig nervös. Auf die letzten Meter bis zur Hauptstraße (1,5 – 2 Stunden waren das) wurde dann auch mal der fast leere 2te Tank genutzt… Wir haben es aber geschafft. Wieder nach 4 Stunden staubiger und sehr ruckeliger (African Massage) Fahrt waren wir wieder in Arusha angekommen. Aber eins weiß ich nun: Ich freu mich total wieder hier zu sein und kann die Safari, die ich mit meiner Mutter machen werde, kaum erwarten. 🙂 Denn schon jetzt waren auf dem Hin- und Rückweg lauter Giraffen, Zebras und Antilopen zusehen.

 

Nun geht’s auch schnell ins Bett, damit ich für morgen und das Cradle wieder fit bin.

Bis denn
Katherina

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